KRAULTECHNIK LERNEN – SO SCHWIMMST DU RICHTIG KRAUL

KRAULTECHNIK LERNEN – SO SCHWIMMST DU RICHTIG KRAUL

Das Kraulschwimmen ist die schnellste aber zugleich auch die einfachste Schwimmlage. Und trotzdem schaffen es viele nicht richtig: Sie sind zu langsam, werden schnell müde oder schaffen nur ein paar Bahnen. Der Grund dafür ist meist eine falsche Technik. Deswegen zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du die Kraultechnik richtig umsetzt – damit du bei deinem nächsten Training genau weißt, worauf du achten musst und effizienter, schneller und entspannter schwimmst.

 

1. Wasserlage – die Basis jeder Kraultechnik

Die Wasserlage ist die Grundlage des Kraulschwimmens. Nur mit einer guten Wasserlage kannst du alle folgenden Bewegungen korrekt und effizient umsetzen.

Eine schlechte Wasserlage erzeugt zu viel Widerstand, schränkt deine Bewegungen ein und macht das Kraulschwimmen unnötig anstrengend.

Darauf solltest du achten:

  • Kopf zeigt nach unten, Blick Richtung Beckenboden.
  • Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule.
  • Hüfte und Füße liegen knapp unter der Wasseroberfläche.
  • Körperspannung beibehalten – aber natürlich, nicht verkrampft.

 

2. Der Kraularmzug – dein Vortrieb im Wasser

Der Kraularmzug ist absolut entscheidend für deinen Vortrieb, denn beim Schwimmen wird der Großteil der Vorwärtsbewegung über die Arme erzeugt. Deshalb ist es besonders wichtig, diesen richtig auszuführen. Der Kraularmzug besteht aus zwei zentralen Phasen:

 

a) Zugphase

  • Beginnt mit dem Anstellen des Unterarms (Ellenbogenvorhalte).
  • Der Ellenbogen bleibt hoch, während die Hand das Wasser nach hinten zieht.
  • Hand und Unterarm bilden eine Einheit.
  • Die Zugphase endet, sobald die Fingerspitzen unter dem Ellenbogen sind.

 

 

b) Druckphase

  • Beginnt, wenn die Fingerspitzen unter dem Ellenbogen stehen.
  • Arm drückt das Wasser bis zum Oberschenkel durch.
  • Zug und Druckphase sollten beschleunigend ausgeführt werden, um maximalen Vortrieb zu erzeugen.

 

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3. Rotation – mehr Reichweite, weniger Widerstand

Um mehr aus deinem Kraularmzug herauszuholen, ist die Rotation ein entscheidender Bestandteil der Kraultechnik.

👉 Vorteile der Rotation:

  • Mehr Bewegungsamplitude durch Strecken nach vorne.
  • Weniger Wasserwiderstand.
  • Mehr Kraftübertragung und Impuls aus dem Rumpf.

Man unterscheidet zwei Arten der Rotation:

  • Hüftrotation: Der Körper dreht von Seitlage zu Seitlage. Wichtig: nicht zu weit rotieren, sonst verlierst du Stabilität und kippst um – vor allem Anfänger neigen dazu.
  • Schulterrotation: Die Schultern rotieren bei jedem Armzug mit. Dabei streckst du den Arm maximal nach vorne und führst ihn locker außerhalb des Wassers zurück.

Die Rotation macht dich wasserschnittiger und effektiver im Vortrieb – ein Muss für sauberes Kraulschwimmen.


4. Rückführphase – entspannt zum nächsten Zug

Nach dem Kraularmzug erfolgt die Rückführphase. Das ist die Phase, in der der Arm wieder nach vorne gebracht wird. Der Arm wird entspannt aus dem Wasser geführt und wird unter anderem durch die Schulterrotation aus Phase 3 unterstützt. So führst du sie richtig aus:

  • Arm wird **entspannt nach vorne geführt (**Bewegung erfolgt über Schulter und Ellenbogen, nicht über die Hand)
  • Unterstützt durch die Schulterrotation aus der vorherigen Phase.
  • Hoher Ellenbogen beibehalten, Fingerspitzen zuerst eintauchen.

Wenn du das nicht einhältst, dann führt das zu:

  •  Verlust von Stabilität
  • unnötiges Aufwirbeln des Wassers
  • erschwerter Start der nächsten Zugphase

 

Um deine Kraultechnik wirklich zu üben, zu festigen und langfristig zu optimieren, solltest du gezielt Technik-Training machen. Übe die einzelnen Technik-Aspekte isoliert und füge sie Schritt für Schritt zusammen. Wenn du dabei Unterstützung brauchst, schau gerne bei unseren Lehrgängen, der Athletenbetreuung oder unseren Trainingsplänen vorbei. Viel Spaß und Erfolg beim Training!

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